SENIORENWEGWEISER für den Landkreis Ebersberg
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Sozialhilfe

Ziel der Sozialhilfe ist es, den Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht. Sie steht allen Bürgern unter bestimmten Voraussetzungen zu (siehe Sozialgesetzbuch SGB XII).

Nicht wenige unserer älteren Mitbürger, die ihr Leben lang gearbeitet haben, beziehen unverschuldet sehr niedrige Renten. Auch sie sollen im Alter ein finanziell gesichertes Leben führen können.

Der Antrag ist bei Ihrer Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung zu stellen. Die Entscheidung über Ihren Antrag erfolgt anschließend im Landratsamt beim Sozialamt.

Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten Personen, die

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhalten bedürftige Personen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben

Grundsicherung für Arbeitssuchende mit Arbeitslosengeld II und Sozialgeld ist beim Jobcenter Ebersberg zu beantragen.

Jobcenter Ebersberg
Kolpingstr. 1, 85560 Ebersberg
Tel.: 08092/8256-93, Fax: 08092/8256-90
E-Mail: jobcenter-ebersberg@jobcenter-ge.de
Internet: www.arbeitsagentur.de

Leistungen in Einrichtungen erhalten Personen, die

Für Personen, die durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen bereits in eine Pflegestufe eingestuft wurden oder dort einen Antrag gestellt haben, ist der überörtliche Sozialhilfeträger, in Oberbayern die Sozialverwaltung beim Bezirk Oberbayern, zuständig.

Servicestelle des Bezirks Oberbayern
Prinzregentenstraße 14, 80538 München
Tel.: 089/2198-21010, Fax: 089/2198-0521010
E-Mail: servicestelle@bezirk-oberbayern.de
Internet: www.bezirk-oberbayern.de

Eingliederungshilfe erhalten Personen, die durch eine Behinderung im Sinne des Neunten Buches des Sozialgesetzbuches in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind. Auch Personen mit einer anderen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung können Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten. Für diese Hilfen ist ebenfalls der Bezirk Oberbayern zuständig.

Hilfen zur Gesundheit

Der Schutz im Krankheitsfall wird in der Regel durch die Mitgliedschaft ineiner Krankenkasse sichergestellt. Personen, die von der Mitgliedschaft in einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse dennoch ausgeschlossen sind, können über das Landratsamt, Sozialamt eventuell Hilfe zur Gesundheit erhalten. Die Hilfen zur Gesundheit entsprechen in Art und Umfang den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Hilfe in anderen Lebenslagen umfasst

Diese können in besonderen Bedarfssituationen gewährt werden, auch wenn man sonst in der Lage ist, den Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.

Hilfe zur Pflege

Pflegebedürftige Personen, die keiner Pflegekasse angehören und bedürftig im Sinne des SGB XII sind, können Hilfe zur Pflege im Landratsamt, Sozialamt beantragen. Die Leistungen im Rahmen der Hilfe zur Pflege entsprechen grundsätzlichden Leistungen der gesetzlichen Pflegekassen. Personen, die bereits Leistungen der Sozialen Pflegeversicherung erhalten, kann ergänzend Hilfe zur Pflege gewährt werden, wenn die Leistungen der Pflegekasse zur Deckung des angemessenen Pflegebedarfs nicht ausreichen. Das Landratsamt, Sozialamt ist nur zuständig für Pflegeleistungen, die ambulant erbracht werden. Für Pflegeleistungen, die in Einrichtungen (z. B. im Pflegeheim) erbracht werden, ist der überörtliche Sozialhilfeträger, hier der Bezirk Oberbayern zuständig.

Unterhaltspflicht der Kinder

Kinder sind grundsätzlich verpflichtet, ihre Eltern finanziell zu unterstützen. Das Sozialamt im Landratsamt wird sich bei Sozialhilfebezug der Eltern mit den Kindern in Verbindung setzen und prüfen, ob diese in der Lage sind, zum Unterhalt beizutragen.

Bei der Grundsicherung im Alter und bei der Erwerbsminderung bleiben Unterhaltsansprüche der Leistungsberechtigten gegenüber Kindern und Eltern unberücksichtigt, sofern deren jährliches Gesamteinkommen unter 100.000 € liegt.